OLEANDER IM FREILAND ÜBERWINTERN                                                                       zur DOKUMENTATION . . .

 

Oleander HAUS,  Nerium Oleander, Oleander frei ausgesetzt, im Freiland, überwintern
Oleander HAUS,  Nerium Oleander, Oleander frei ausgesetzt, im Freiland, überwintern
Oleander HAUS,  Nerium Oleander, Oleander frei ausgesetzt, im Freiland, überwintern

. . . nicht die Oleander in einen geschützten Raum bringen, sondern den Schutz zu den Oleandern bringen . . .


 

Für dieses Langzeitexperiment gibt es als Voraussetzung schon einige Erfahrung mit Erfolgen und Misserfolgen. Über Frosttoleranz und Kleinklima schreibe ich in einem eigenen Artikel. Hier sei nur gesagt, Oleander halten grundsätzlich Frost aus und sollen auch zur Abhärtung möglichst lange im Freien bleiben; sind jedoch im Späthebst die ersten Temperaturen bis -5 Grad angesagt, ist es Zeit, sie ins Winterquartier einzuräumen.

Hier geht es darum, an festen Orten ausgesetzte Oleander über den Winter zu bringen und zwar bei echtem Winter mit Eis und Schnee, wochenlangem Dauerfrost und Tiefsttemperaturen von -20 Grad und tiefer.

 

Wir wissen: In mediterranen Ländern leben Oleander in ihrem eigenen Erdreich, kommen im Winter einmal Frost oder Schnee vor, so ist das nur kurzfristig; Oleander sind daran angepasst oder tragen höchstens nur kleine Schäden davon. In Mitelleuropa leben Oleander als Kübelpflanzen und werden über den Winter an einen geschützten Ort "eingeräumt". Gärtnereien und Züchtereien können das professionell machen, in Glashäusern oder Folientunneln oder die heranwachsenden  Pflanzen leben überhaupt unter Glas. Private Oleanderfreunde bringen ihre Lieblinge in Wintergärten, Garagen, Treppenhäusern und auch Kellern unter. Einen Winter bei uns würden Oleander nicht aushalten.

 

Wo wir sind: Miteleuropa, Österreich, ganz im Süd-Osten, Südburgenland.

Klimatisch "bevorzugt", 300 Sonnentage, Sommer kann heiß sein - fast mediterran, kann aber auch verregnet sein, Spätsommer pflegt stabil zu sein.

Winter kann kalt, sehr kalt sein, nicht alpine Kälte wie in den Bergregionen, sondern vom Osten herreichende kalte Hochdruckgebiete. Wärmenden atlantischen Einfluss, wie in Mitteldeutschland (obwohl nördlicher) gibt es kaum. Im Winter 2011/2012 gab es z.B. im Februar 2012 drei Wochen Dauerfrost mit einer Reihe von klaren Nächten unter -20  Grad!

 

Die Darsteller dieser Versuchsreihe sind durchwegs ältere Stöcke und zeichnen sich NICHT durch besondere Frosthärte aus: Splendens Giganteum, Mont Blanc, Geant des Batailles. Aber sie sind starkwüchsig, bestens bekannt und verbreitet und eignen sich daher gut als Vergleichsbeispiele; außerdem habe ich genügend davon.


Oleander im Hofbereich an einer Südwand

Oleander HAUS,  Nerium Oleander, Oleander frei ausgesetzt, im Freiland, überwintern
Oleander Hofbereich

Im Hofbereich an der Südwand eines Nebengebäudes, unter der Pergula wurden im Frühjahr 2012 Oleander gesetzt (rechts im Bild); die vorher genannten Sorten - Spl. Gig., Mt. Bl. u. GdBat. Erdreich ist lehmig-sandig mit Bauschutt durchmischt. Im Gebäude befindet sich nur ein großer Raum, der als Werkstatt und Oleander-Quartier dient und schwach beheizt wird. Die Oleander unter der Arkade sind zum endgültigen Einräumen bestimmt, lauter alte Stöcke, kleine Pflanzen sind schon eingeräumt. Es ist der 17. November 2012, es hat schon leichten Nachtfrost gegeben, die Töpfe sind mit Tüchern etwas geschützt.

Für diesen Ort, an dieser geschützten Hauswand gibt es die meiste Erfahrung - 20 Jahre!

Ausführlicheres dazu in der DOKUMENTATION . . .


Oleander an der Vorderseite des Haupthauses

Oleander Haupthaus Vorderseite
Oleander Haupthaus Vorderseite

An der Südseite des Haupthauses, links und rechts von einem nichtbenützten Hauseingang stehen je ein Oleander. Früher in Töpfen; im  Frühjahr 2011 wurden Büsche gepflanzt. Der Platz hat humusdurchsetzte Erde; der linke Oleander steht in einer Hausnische und ist geschützter, der rechte steht dirkt an der Hausecke, er ist jeglichem Wind mehr ausgesetzt und ist daher ungeschützter.

Die vertrockneten Pflanzen im Vordergrund sind nur zum Teil vertrocknet - sie sind erfroren. Es ist Tagetes (Türkische Nelken), die schon bei zarten Minustemperaturen  erfrieren und sie zeigen gut, dass es schon Nachtfrost gegeben hat. Es ist der 17. November 2012.

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Oleander freistehend auf einer Wiese

Oleander HAUS,  Nerium Oleander, Oleander frei ausgesetzt, im Freiland, überwintern
Oleander - freistehend und völlig ungeschützt

Dieser Platz ist der interessanteste und ist Hauptthema der Versuche. Die Wiese, auf der der Oleanderbusch steht, befindet sich zwischen dem Hofbereich des eigenen Hauses und dem Nachbarhaus. Der Platz ist frei und in Nord-Süd Richtung dem Wetter, dem Wind ausgesetzt - die beiden Anwesen mit Gebäuden wirken wie eine Düse. Der Boden besteht eigentlich nur aus Bauschutt; eine ehemalige flache "Kuhtränke", in der sich bei Regen Wasser gesammelt hat, wurde einmal mit diesem Schutt aufgefüllt. Auch heute noch steht in dem leicht gesenkten Gelände bei längerem Regen im Sommer oder bei Schneeschmelze im ausgehenden Winter dort tagelang Wasser.

Seit Frühjahr 2011 stehen dort zwei Büsche ; Spl. Gigant., und Mt. Blanc; sie wurden nicht eingesetzt, sondern aus ihren großen Töpfen herausgenommen, einfach auf die Wiese gestellt und mit Erde angehäufelt. Sie haben sich während der Saison 2011 bestens angewurzelt.

Auch hier hat heuer der Frost noch nichts angestellt; Zeitpunkt der Aufnahme ist der 17. November 2012.

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