Was Du über Oleander unbedingt wissen solltest!

Standort: So viel Sonne und so wenig Regen wie möglich - vor allem bei gefüllten Sorten.

 

Pflege: Oleander liebt entsprechend seines Heimatstandortes in mediterranen Flusstälern kalkhaltigen Boden. Deshalb sollte man ihn nicht mit Regenwasser gießen; je härter das Leitungswasser, desto besser. Oleander ist eine der wenigen Pflanzen, die einen ständig "nassen Fuß", also Wasser im Untersetzer lieben. Wohlgemerkt nur im Sommer; im Winter bei kühlem Standort gießt man entsprechen der alten Faustregel, "wenn sich die Erde vom Topfrand löst". Geschnitten wird beim Oleander nur dann, wenn die Pflanzen unten auskahlen. Weiße, gelbe und lachsfarbene Sorten werden das selten nötig machen, sie treiben willig mit neuen Trieben von unten nach. Anders bei vielen rosa und roten Sorten, sie kahlen schneller von unten aus.

 

Überwinterung: Oleander verträgt ziemlich viel Frost. Um jedoch die bereits im Herbst fürs nächste Frühahr angelegten Blütenstände zu schonen, räumt man ihn ein, sobald Temperaturen unter -5 Grad C drohen. Notfalls hält er sich in einem dunklen kalten Keller, besser jedoch ein kühles helles Treppenhaus oder  Ähnliches.

 

Blütenstände schneiden: Auf die Standardfrage. "Soll ich die verblühten Blütenstände vor dem Einräumen entfernen?" ist die Antwort: NEIN. Aus diesen alten Blütenständen entwickeln sich im nächsten Frühjahr die ersten Blüten - sonst müßte man auf die erste Blüte bis August warten.

 

Gelbe Blätter: Der Oleander ist zwar ein immergrünes Gewächs, das heißt aber nicht, dass er seine Blätter nicht verliert bzw. abstößt und erneuert. Dazu zieht er sämtliche Nährstoffe aus den Blättern ab und sie werden "wie über Nacht" gelb - das ist normal. Bei manchen Sorten schneller, bei anderen langsamer. So entsteht auch das unschöne "Auskahlen" oder "Vergreisen", dem man mit Schneiden begegnet.

 

Auszug aus einer Beschreibung von

Flora Mediterranea, Königsgütler 5, 84072 Au i.d. Hallertau

 

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